Unser Stromnetz wird SMART

ITELLIGENZ ZÄHLT - auch beim Stromverbrauch! Deshalb beginnen die Stadtwerke Imst ab August mit der Umstellung von den manuellen Ferraris-Zählern auf die digitalen Smart-Meter-Technologie. Installation und Betrieb des neuen elektronischen Stromzählers erfolgen durch Ihren Netzbetreiber, die Stadtwerke Imst und verursachen keine zusätzlichen Kosten, bringen aber viele Vorteile mit sich. Darum fürfen Sie sich auf Ihren Smart Meter freuen:

Allgemeines

Was ist ein Smart Meter (=intelligentes Messgerät)?
Ein Smart Meter ist ein elektronischer Zähler, der den Energieverbrauch (Strom) zeitnah misst (z.B. in viertelstündlichen- oder täglichen Zeitintervallen) und über eine fernauslesbare, bidirektionale Kommunikationsanbindung verfügt. Die erfassten Verbrauchswerte (=Zählerstände) werden von der Ferne vom Netzbetreiber ausgelesen. Das Ablesen vor Ort entfällt.

WAS BEDEUTET ES FÜR DIE STROMKUNDEN, WENN DIE SMART METER INSTALLIERT SIND?
Als Stromkunde erhält man dadurch eine zeitnahe Verbrauchsangabe. Strom zählt zu den wenigen Dingen, von denen man heute erst nach einem Jahr weiß, wie viel man davon tatsächlich verbraucht hat. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Niemand kann sich wohl vorstellen, erst nach einem Jahr zu wissen, wie viel Sprit das eigene Auto verbraucht hat. Gerade beim Strom ist es wichtig, eine direkte Rückkoppelung und somit Bewusstsein für den augenblicklichen Stromverbrauch zu haben.


DER STROMVERBRAUCH ZEITNAH AUF EINEM BLICK
Viele Menschen möchten Energie im Haushalt möglichst effizient nutzen und damit Umwelt, Klima und das eigene Budget schonen. Daher ist der Wunsch groß, über den eigenen Stromverbrauch besser Bescheid zu wissen. Mit Smart Metern wird es möglich! Standardmäßig werden nach Einbau eines intelligenten Zählers Tagesverbrauchswerte gespeichert und ausgelesen. Auf ausdrücklichem Wunsch des Kunden werden Viertelstundenwerte erfasst. Kunden können auf einer Passwortgeschützten Internetseite der Stadtwerke Imst (Webportal) die eigenen Verbrauchsdaten ab 2017 einsehen. Erst wenn man über den eigenen Stromverbrauch im Detail Bescheid weiß, kann man den Stromverbrauch und damit die eigenen Stromkosten nachhaltig senken.


WIE SICHER SIND DIESE INTELLIGENTEN ZÄHLER UND WELCHE DATEN WERDEN ÜBERMITTELT?
Die Stadtwerke Imst haben ein eigenes Rechenzentrum errichtet, die notwendigen Daten für Verrechnung und Verbrauchsanzeige werden nur in diesem Rechenzentrum verarbeitet. Alle Daten wie etwa Zählerstand oder Zählpunktnummer werden nach den strengen Kriterien des Datenschutzgesetzes verarbeitet und werden nur in jenen Datenbanken gehalten, die für die Verrechnung, für die Verbrauchsdarstellung und technische Zwecke benötigt werden.


OPT-OUT-MÖGLICHKEIT
Wenn ein Kunde keinen Smart Meter möchte, so kann dies an die Stadtwerke Imst gemeldet werden (sog. Opt-Out-Möglichkeit). Anstelle des Smart Meters wird ein digitaler Standard-Zähler installiert. Der Zählertausch erfolgt Stadtgebietsweise, die Zählerstandorte bleiben gleich wie bisher, rechtzeitig vor dem geplanten Zählertausch werden alle Kunden schriftlich informiert und etwaige Termine telefonisch vergeben. Für allgemeine Fragen zum Smart Meter stehen die MitarbeiterInnen der Stadtwerke Imst zu den Geschäftszeiten gerne zur Verfügung.

Recht

Wie sehen in Bezug auf Smart Meter die rechtlichen Grundlagen aus?
2009 haben alle EU-Staaten gemeinsam beschlossen bis 2020 Smart Meter in Europa einzuführen. In Österreich wurde vom Gesetzgeber festgelegt, dass bis Ende 2019 mindestens 95% dieser intelligenten Messgeräte eingebaut werden müssen.

Das sind die gesetzlichen Bestimmungen:
•    3. EU-Binnenmarktpaket:  Regelung der Energiewirtschaft in Europa
•    Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG): Regelung der generellen Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer in Österreich
•    Intelligente Messgeräte Anforderungsverordnung 2011 (IMA-VO 2011): Definition des Mindest-Funktionsumfanges von Smart Meter in Österreich
•    Intelligente Messgeräte Einführungsverordnung (IME-VO 2012): Regelung des verpflichtenden Einführungszeitraumes für Netzbetreiber in Österreich
•    Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungs-VO 2012 (DAVID-VO 2012): Darstellung und Austausch der Smart Meter Daten zwischen Kunden, Netzbetreiber und Energielieferant
•    Allgemeine Verteilernetzbedingungen Strom der Stadtwerke Imst: Auf dieser Grundlage werden die Netzzugangsverträge zwischen Netzbetreiber und Kunden abgeschlossen
•    Sonstige Marktregeln Strom: Kapitel 1 – Begriffsbestimmungen


Opt out- was bedeutet das für mich als Kunde/Kundin?
Laut § 83 ElWOG muss ich keinen intelligenten Zähler nehmen - bleibt mein derzeitiger Zähler oder bekomme ich trotzdem einen neuen/anderen analogen Zähler?
Der Tausch auf einen Smart Meter ist grundsätzlich per Gesetz vorgeschrieben und somit zwingend. Möchte ein(e) Kunde/Kundin kein intelligentes Messgerät erhalten, ist dieser Wunsch gemäß § 83 Abs. 1 ElWOG zu berücksichtigen. Entsprechend den von der Regulierungsbehörde E-Control veröffentlichten Sonstigen Marktregeln Strom können sich Kunden gegen Funktionalitäten eines Smart Meter entscheiden, allerdings nicht gegen die Installation eines digitalen Zählers sowie einer Fernauslesung von Verbrauchswerten für Verrechnungszwecke. Die Umsetzung eines Opt-out-Wunsches wird technisch so realisiert, dass die Aufzeichnung von 15 Minuten Verbrauchswerten im Zähler und die Abschalt- bzw. Leistungsbegrenzungsfunktion deaktiviert werden. Somit handelt es sich um einen normalen elektronischen Zähler mit Kommunikationsanbindung, wie er bereits seit Jahren bei gewerblichen Kunden in Verwendung ist. KundInnen, die sich für Opt-out entscheiden, bekommen dies am Zähler angezeigt. Terminvereinbarungen für Zähler-Ablesungen entfallen, Zähler-Selbstablesungen sind nicht mehr erforderlich.

Datenverarbeitung

Welche Daten werden von meinem Smart Meter an den Netzbetreiber übertragen?
Es werden die Verbrauchswerte (= Zählerstände) übertragen.


Wie oft werden die Verbrauchswerte (= Zählerstände) übertragen?
Entsprechend der rechtlichen Rahmenbedingungen und der vom Kunden gewünschten Darstellungsform des Energieverbrauchs im Webportal, monatlich bzw. täglich.


Ich lese derzeit meinen Zählerstand selbst ab und gebe ihn via Mail, Internet, Telefon bekannt - kann ich das zukünftig auch?
Mittels der Smart Meter-Technologie ist eine Selbstablesung nicht mehr erforderlich.


Wie kann ich selbst den Zählerstand / den Verbrauch mitverfolgen?
Ihre Verbrauchswerte (=Zählerstände) können Sie, wie gewohnt, über die Sichtanzeige (=Display) auf Ihrem Zähler ablesen. Zusätzlich haben Sie ab 2017 auch die Möglichkeit der Einsicht Ihrer Verbrauchswerte über eine Online-Plattform. Optional können Sie auch vor Ort über eine Kundenschnittstelle am Zähler und nahezu in Echtzeit (z.B. über Home Display) detaillierte Verbrauchsinformationen dargestellt bekommen.

Wo und wie lange werden meine Daten gespeichert?
Die Speicherung der Verbrauchswerte (=Zählerstände) im Zähler wie auch in den zentralen Datenverarbeitungssystemen unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen. Im Smart Meter werden Tages- und 15 Minutenwerte zur Verfügbarkeit für den Kunden/die Kundin für 60 Kalendertage gespeichert. Die Aufbewahrungsfrist von Verbrauchsdaten für Abrechnungs-zwecke sowie zur Darstellung im Web-Portal beträgt drei Jahre.


Wie genau arbeitet dieser Smart Meter?

Der Zähler besitzt neben einer europäischen Zulassung auch eine österreichische Zulassung durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Auf Basis dieser Zulassung werden alle Zähler geeicht und mit einer Eichplombe versehen. Erst dann dürfen sie als Verrechnungszähler eingesetzt werden. Die Genauigkeit der Zähler entspricht den europäischen Vorgaben.


Sind die Zähler geeicht und für welchen Zeitraum gilt das?

Elektronische Stromzähler haben in Österreich acht Jahre Eichfrist, sprich der Zähler verliert somit nach acht Jahren im Netz seine Eichgültigkeit. Zur Verlängerung der Nacheichzeit gibt es zwei Möglichkeiten:
•    Tausch des Zählers oder Nacheichung des Zählers inkl. einer 100% messtechnischen Prüfung. Anschließend darf das Gerät für weitere acht Jahre im Netz eingesetzt werden.
•    Als Alternative besteht noch die Möglichkeit die Eichgültigkeit mittels eines Stichprobenverfahrens um jeweils fünf Jahre zu verlängern.

Zeitablauf

Wann soll der Einbau stattfinden?
Die Stadtwerke Imst werden mit dem Smart Meter-Einbau (=Rollout) im September 2016 beginnen und hier gebietsweise den Zählertausch vornehmen. Sie werden zeitnah mittels Kundenbrief über den Tausch Ihres Zählers informiert.


Kann ich bereits vorab den Einbau eines Smart Meter beantragen? Wann bekomme ich diesen Smart Meter? Können Sie mir sagen, wann in meinem Gebiet getauscht wird?
Nein, um einen möglichst wirtschaftlichen Tausch durchführen zu können, erfolgt der Tausch immer gebietsweise. Nach Feststehen der konkreten Planungen werden wir Sie zeitnah mittels Kundenbrief informieren.

Nutzen

Welche Vorteile habe ich als Kunde durch Smart Meter?
Aufgrund eines genauen Überblicks über Verbrauchsverläufe und -gewohnheiten werden Einsparpotentiale für Sie als Kunde/Kundin sichtbar gemacht.

Ihre wesentlichen Vorteile sind somit:
•    Automatische Zählerstandsablesung
Dadurch entfällt für Sie als Kunde/Kundin der Zeitaufwand für die Ablesung bzw. Terminvereinbarung.
•    Zeitnahe Informationen über Strom-Verbrauchsgewohnheiten
Der bewusste Umgang hilft Ihnen Strom zu sparen.
•    Darstellung des Verbrauchs auf einer Onlineplattform ermöglicht eine neue Qualität und Quantität bei der Darstellung von Verbrauchswerten
Sie können in einem Web-Portal Ihren Verbrauch somit mitverfolgen, analysieren und selbst optimieren. Falls Sie eine PV-Anlage haben, bietet Ihnen das Web-Portal auch einen detaillierten Überblick über Ihre eingespeiste Energie.
•    Möglichkeit von monatlichen Verbrauchs- und Stromkosteninformationen oder Abrechnungsmöglichkeiten
Verbrauchswerte und Stromkosten liefern Ihnen Informationen über den Stromverbrauch des letzten Monats. Die Abrechnung kann auf Basis Ihrer monatlich gemessenen Verbrauchswerte (= Zählerstände) erfolgen.
•    Zeitnahe Evaluierung von Maßnahmen und Angeboten von Energiedienstleistungen
Über eine Schnittstelle am Zähler werden Verbrauchswerte unmittelbar zur Verfügung gestellt, was für Sie als Kunde/Kundin den Vorteil hat, dass Sie Anzeigegeräte, Home-Automation und/oder Energiemanagement-Systeme betreiben können (z.B. Home Display).
•    Komfort bei der Um- und Abmeldung
Die Wiedereinschaltung Ihrer Anlage (Umzug von einer Wohnung in eine andere) kann gleich von der Ferne erfolgen. Eine Terminvereinbarung für die vormals vor Ort durch den Mitarbeiter durchgeführte Wiedereinschaltung entfällt, welches wiederum zu einer Zeitersparnis für Sie als Kunde/Kundin führt.

Datensicherheit

Wer hat Zugriff auf die Verbrauchswerte (=Zählerstände)?
Der Netzbetreiber darf Verbrauchswerte nur aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen oder einer ausdrücklichen Zustimmung des Kunden auslesen und verarbeiten. Zugriff auf diese Daten hat nur der Kunde/die Kundin selbst über das Web-Portal. Eine Weitergabe der Daten durch den Netzbetreiber erfolgt - wie bisher- ausschließlich an den jeweiligen Energielieferanten und auf Basis der gesetzlichen Vorgaben (lt. ElWOG). Der Kunde/die Kundin entscheidet selbst, wem er darüber hinaus diese Daten zur Verfügung stellen bzw. weitergeben möchte.


Wie kann zuverlässig verhindert werden, dass Dritte die Daten einsehen können?
Die Übertragung der im Zähler erfassten Verbrauchswerte erfolgt stets verschlüsselt unter Verwendung eines dem Stand der Technik entsprechenden Verschlüsselungsverfahrens.
Ebenso ist der zukünftige Web Portal Zugang nur mit einer gesicherten Authentifizierung und den korrekten Zugangsdaten für den Kunden möglich. Der Zugriff auf die Kundendaten in den EDV-Systemen ist ausschließlich jenen Stadtwerke Imst MitarbeiterInnen gestattet, welche diese im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung/beruflichen Tätigkeit unbedingt benötigen.
Die Verbrauchswerte an der Kundenschnittstelle werden verschlüsselt ausgegeben und können somit nur vom Endgerät (Home Display) des jeweiligen Kunden verarbeitet werden.


Wie sicher sind Smart Meter? Wie werden meine Daten geschützt?

Bei der Stadtwerke Imst nehmen der Datenschutz und die Datensicherheit eine zentrale Rolle ein. Datenschutzrechtliche Grundprinzipien und der Schutz Ihrer Privatsphäre stehen im Vordergrund. In den laufenden Planungen werden alle Aspekte, die den Datenschutz und die Datensicherheit betreffen mitberücksichtigt und hierfür erforderliche Maßnahmen ausgearbeitet.
Bei Österreichs Energie, der Interessensgemeinschaft der Energiebranche, wurde von den österreichischen Netzbetreibern in Zusammenarbeit mit internationalen Sicherheitsexperten ein umfassendes Papier zur Datensicherheit erarbeitet und abgestimmt, welches die Grundlage für die Errichtung und den Betrieb von Smart Meter in Österreich darstellt. Die Erhebung der Verbrauchswerte durch einen Smart Meter unterliegt, wie jede andere Datenanwendung, den Regelungen des Datenschutzgesetzes. Die Einhaltung wird durch den Netzbetreiber gewährleistet. Auch der Netzbetreiber selbst darf die Verbrauchsdaten nur für die gesetzlich definierten Zwecke verwenden.


Kann aufgrund Smart Meter mein Haus visuell und akustisch überwacht werden?
Nein – Smart Meter ist nur ein fernauslesbares Messgerät (hat keine Kamera, kein Mikrofon…).
Ich habe gehört der Smart Meter-Datenaustausch erfolgt über PLC.
Was ist PLC genau?
PLC = Power Line Communication ist eine Übertragungstechnologie bei der die bestehenden Niederspannungszuleitungen, die Ihre Anlage mit Strom versorgen für den Datenaustausch herangezogen werden. PLC ist somit keine Funktechnologie. Technisch gesehen erfolgt hier eine schmalbandige Signalübertragung auf elektrischen Niederspannungsnetzen im Frequenzbereich 9 kHz bis 95 kHz, welche durch die Europanorm EN 50065 geregelt ist. In dieser ist auch festgelegt, dass dieses Frequenzband ausschließlich für Smart Meter und Smart Grid Anwendungen verwendet werden darf. In Europa sind derzeit mehr als 30 Mio. Smart Meter mit Powerline Communication im Einsatz. Länder wie z.B. Italien, Spanien und Frankreich werden ihre Smart Meter zu 100% mit PLC Technologie betreiben. Italien betreibt seit dem Jahr 2002 das System flächendeckend. PLC ist die wirtschaftlichste Lösung für Smart Meter in dicht besiedelten Gebieten.


Ist es richtig, dass Smart Meter ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen?
Sie können, wie bisher auch, bei der neuen Zählertechnologie auf den Schutz ihrer Verbrauchswerte vertrauen. In den laufenden Planungen werden alle Aspekte, die den Datenschutz und die Datensicherheit betreffen mitberücksichtigt und hierfür erforderliche Maßnahmen ausgearbeitet. Die Erhebung von Verbrauchswerten durch einen Smart Meter unterliegt, wie jede andere Datenanwendung, den Regelungen des Datenschutzgesetzes. Die Einhaltung dieser Regelungen ist durch den Netzbetreiber zu gewährleisten.


Sind Smart Meter gesundheitsgefährdend?
Nach heutigem Kenntnisstand kann eine gesundheitliche Beeinträchtigung oder Gefährdung von Personen durch Signale der Datenübertragung ausgeschlossen werden. Die von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) vorgegebenen und in Österreich in der ÖNORM E8850 ausgewiesenen Vorsorgegrenzwerte werden bei weitem unterschritten und damit eingehalten.
Die gesamte elektronmagnetische Zusatzbelastung, welche sich durch eine Auslesung des Verbrauchswertes ergibt, ist sehr gering und entspricht etwa einer zusätzlichen SMS.


Kann ein Smart Meter andere elektronische Geräte in meinem Haus stören?
Nein, sofern ihre Geräte den europäischen Vorschriften entsprechen.

Technik

Was heißt bidirektionale Kommunikationsanbindung?
Bidirektional bedeutet, dass eine Datenübertragung in beide Richtungen (Zähler <-> Netzbetreiber) stattfindet.


Was kann ein Smart Meter zum Unterschied zu meinem bisherigen Zähler?
Neben der Erfassung von Verbrauchswerten (=Zählerstände) in unterschiedlichen Zeitintervallen verfügen diese Zähler, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, über eine Reihe von Zusatz-Funktionen:
•    Fernablesung durch den Netzbetreiber
•    Anzeige der gespeicherten Verbrauchswerte am Smart Meter-Display
•    Schnittstelle für erweiterte Funktionen für den Kunden (z.B. Home Display, Energiemanagement-Systeme)
•    Messung von Energie-Bezug und -Lieferung
•    Freigabe und Unterbrechung der Anlage aus der Ferne

Warum werden Smart Meter installiert?
Ein langfristiges Ziel ist die Reduktion des Energieverbrauchs und der mit der Energieerzeugung verbundenen CO2-Emissionen zur Erreichung der Klimaziele. Der Grundgedanke, welcher hinter der Einführung von Smart Meter steht, ist die Idee, Kunden/Kundinnen auf Wunsch, zeitnah Informationen zu ihrem Stromverbrauch zur Verfügung zu stellen. Damit soll das Energiebewusstsein gestärkt werden und zu einem effizienteren Umgang mit Strom anregen. Um Verbrauchsinformationen für Kunden aufbereiten und übermitteln zu können, müssen diese auch zentral den Netzbetreibern zur Verfügung stehen. Da mit der derzeitigen Zählertechnologie eine Fernauslesung nicht möglich ist, bedarf es einer Technologie, die Information und Kommunikation vereint.


Wie erfolgt die Messung meiner Verbrauchswerte (= Zählerstände)?
Sie können sich diesen Zähler ähnlich einem kleinen Computer mit Display vorstellen.
Diese digitalen Zähler werden bereits seit über 20 Jahren in Gewerbe- und Industriebetrieben standardmäßig eingesetzt. Der Zähler verfügt über unterschiedliche Speicher- und Ausleseintervalle, sobald dieser kommunikationsfähig ist.

Sonstige Informationen

Ich habe eine Photovoltaik-Anlage - wird hier auch mein Zähler getauscht?
Ja, auch bei Photovoltaik-Anlagen werden die Zähler getauscht.

Bekomme ich als Gewerbekunde auch einen Smart Meter?

Haben Sie einen Verbrauch <100.000 kWh bzw. einer Leistung <50 kW bekommen Sie einen Smart Meter. Haben Sie einen darüber liegenden Verbrauch / Leistungswert, dann sind Sie bereits heute mit einem modernen fernauslesbaren Zähler ausgestattet.

Bekomme ich auch für meinen Nachtstrom einen eigenen Smart Meter?
Es kommt beim Tausch auf einen Smart Meter zu keiner Zusammenlegung von Zählerplätzen. Jeder Zählerplatz bekommt seinen eigenen Smart Meter. D.h. Sie bekommen sowohl für den Tagstrom, als auch für den Nachtstrom einen Smart Meter.

Welche Kosten fallen bei Umstellung auf einen Smart Meter für mich an?

Der Tausch auf einen Smart Meter vor Ort erfolgt für Sie kostenlos.

Muss ich für einen Smart Meter Extra-Leitungen in meine(m)r Haus/Wohnung verlegen?
Nein, sie müssen für den Tausch keine Extra-Leitungen verlegen lassen.

Muss für die Smart Meter-Installation etwas umgebaut werden in meiner Anlage?
Nein, Umbauarbeiten sind im Normalfall nicht erforderlich.