Kraftwerke

Salvesenbach | Alpeil | Starkenbach | Gaulwerk inkl. Sanierung 2012Fernstein | ObermarktStapf | Stanzertal

 

Kraftwerk Salvesenbach: 

 

 

Die Wasserfassung erfolgt beim Zusammenfluß des Maldon- und Alpeilbaches zwischen den Gemeinden Imst und Tarrenz in etwa 1.200 m Seehöhe.Die Anlage besteht aus Tirolerwehr, dem Entsander, dem Speicherstollen von 1.300 m Länge und 10.000 m³ Speichervolumen, einer Druckrohrleitung von 1.800 m Länge sowie dem Krafthaus im Gemeindegebiet Tarrenz.Die Inbetriebname erfolgte im Jahre 1989.

Technische Kraftwerksdaten: 

 Ausbauwassermenge:

1.000 l/sec

 Bauart Turbine:

Pelton

 Generatorspannung:

10.000 V

 Generatorleistung:

3.000 kVA

 Jahresarbeitsvermögen:

17,0 GWh

Trinkwasserkraftwerk Alpeil: 
     

Die Alpeilquellen werden in ca. 1.600 m Seehöhe am Südhang des Heiterwandgebirges mittels natürlichen Wassereinläufen gefaßt. Vom Sammelbauwerk wird das Trinkwasser in einer 1.800 m langen Transportleitung zum Krafthaus geführt. Nach erfolgter Abarbeitung des Wassers in Form von elektrische Energie, gelangt das Wasser in geschlossenen Rohrsystemen in die Trinkwasserversorgen der Gemeinden Imst, Tarrenz, Arzl, Karres, Karrösten und Imsterberg.Die Inbetriebname erfolgte im Jahre 1989.

Technische Kraftwerksdaten: 

 Ausbauwassermenge:

200 l/sec

 Bauart Turbine:

Pelton

 Generatorspannung:

400 V

 Generatorleistung:

800 kVA

 Jahresarbeitsvermögen:

4,35 GWh

 

Kraftwerk Starkenbach: 
   

Die Fassung des Starkenbaches erfolgt zwischen der Einmündung des Vileitbaches und des Silbergrabens im Bereich der Alfuzalpe im Gemeindegebiet von Zams, auf einer Seehöhe von etwa 1.250 m.Die Anlage besteht aus Tirolerwehr, Entsander, einer ca. 300 m langen Betonrohrleitung, dem Speicherstollen von 680 m Länge und 4.700 m³ Speichervolumen, einer Druckrohrleitung von 3.100 m Länge sowie dem Krafthaus in Starkenbach, im Gemeindegebiet von Schönwies.Die Inbetriebname erfolgte nach einer Bauzeit von acht Monaten im Jahre 1996.Technische Kraftwerksdaten:

 Ausbauwassermenge:

850 l/sec

 Bauart Turbine:

Pelton

 Generatorspannung:

750 V

 Generatorleistung:

4.000 kVA

 Jahresarbeitsvermögen:

17,8 GWh

 

Gaulwerk: 
     

Das Gaulwerk wurde in zwei Ausbaustufen erbaut. Die Vorbaustufe wurde im Juni 1958, der Vollausbau im Jahre 1963 in Betrieb genommen.Im Jahre 1993 wurde das Gaulwerk generalsaniert und vollautomatisiert.Die Kraftwerksanlage besteht aus dem Einlaufbauwerk mit Stausse am Bigerbach, einer Beileitung des Salvesenbaches in den Stausse, einer ca. 3 km langen Druckrohrleitung und dem Krafthaus.

Technische Kraftwerksdaten:

 Ausbauwassermenge:

3.500 l/sec

 Bauart Turbine:

Francis

 Generatorspannung:

5.000 V

 Generatorleistung:

1.000 kVA

 Jahresarbeitsvermögen:

6,5 GWh

 

Gaulwerk Sanierung 2012 

Im Jahr 2012 wurde das Gaulwerk komplett saniert. Mit neuer Energie gerüstet für die Zukunft.

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Nach dem Fernstein-Kraftwerk ist das Kraftwerk am Gaul das zweitälteste im Stromerzeugungsbetrieb der Stadtwerke Imst. Im Laufe des heurigen Jahres wurde das Kraftwerk saniert.

Das in zwei Ausbaustufen errichtete Kraftwerk am Biger wurde 1958 in Betrieb genommen, 1963 war der Vollausbau erreicht. Vom Einlaufbauwerk beim Stausee bis zum Krafthaus verläuft eine ca. 3 km lange Druckrohrleitung (Durchmesser 1,7 m), es werden dabei knapp 28 m Höhenunterschied erreicht.

Mit der Francis-Turbine kann bei der Ausbauwassermenge von 3.500 l/sec eine Leistung von 800 kW erreicht werde. Durchschnittlich werden mit dem Kraftwerk 6 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugt, was dem Jahresverbrauch von 1.500 Haushalten entspricht oder eine Einsparung von 4,4 t CO2 bedeutet.

Der Wasserrückstau diente ursprünglich der verbrauchsabhängigen Stromproduktion. Mit dem technischen Fortschritt, dem stark gestiegenen Verbrauch un den ökologischen Forderungen war dies nicht mehr vereinbar, und so wurde das Kraftwerk in ein Laufkraftwerk im Zuge der Sanierung 1993 umgesetzt. Gleichzeitig wurde die Anlage vollautomatisiert.

Mit der laufenden Abnützung im Bereich der Turbine und des Generators sind die Erzeugungsveruste gestiegen und wurde eine Sanierung notwendig. Mit zweijähriger Vorlaufzeit wurde im Jänner 2012 mit dem Abbau der Anlagenkomponentenbegonnen. Die Turbine wurde bei der Firma Geppert in Hall aufgerichtet, der Generator bei der Firma Elin in Linz auf bürstenlose Erregung umgebaut und neu gewickelt. Die fix eingebauten Anlagenkomponenten wurden vor Ort sandgestrahlt und neu konserviert. Dank des hohen Wissenstandes und des Engagementes unserer eigenen Mitarbeiter wurde die gesamte Steuerung und Elektronik  in Eigenregie programmiert und installiert. Natürlich wurde auch eine perfekte Visualisierung und Fernüberwachung eingerichtet. Das Hydraulikaggrega,welches die Steuerbefehle an der Maschine umsetzt, wurde erneuert und entspricht damit den aktuellen Sicherheitsanforderungen. Weiters wurde für den Generator eine mechanische Belüftungseinrichtung aufgebaut, welche einen optimalen Wirkungsgrad garantiert und die Lebensdauer der Anlage erhöht. Und schlußendlich wurden die beweglichen Anlagenteile verkleidet, wodurch auch ein hohes Maß an Arbeitssicherheit gewährleistet werden kann.

Bereits mittte April konnte die Anlage wieder die volle Erzeugungsleistung aufnehmen. Parallel dazu wurde das Gebäude saniert (Verestärkung und Dämmung des Daches, Errichtung eines Vordaches, Trockenlegung, Fenstertausch, Schallschutzdecke, etc.), das Gesamtgebäude erstrahlt heute in neuem Glanz.

Die Gesamtsanierungskosten inklusive der Eigenleistungen unserer Mitarbeiter belaufen sich auf ca. € 500.000,-. Mit der erforderlichen Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, Fischaufstieg, wird mittelfristig die Sanierung der Kraftwerksanlage beim Einlaufbauwerk fortgesetzt werden.

 

Kraftwerk Fernstein: 
     

Das Kraftwerk Fernstein liegt nahe dem Fernsteinsee im Gemeindegebiet von Nassereith und ist seit 1937 im Besitz der Stadtwerke Imst.Das Kraftwerk wurde im Jahre 1940 durch einen zweiten Maschinensatz erweitert und 1995 generalsaniert bzw. vollautomatisiert.?Die Kraftwerksanlage besteht aus dem Einlaufbauwerk am Kälberbach auf einer Seehöhe von 1.060 m, dem Pumpwerk unmittelbar unterhalb der Fassungsstelle, einer ca. 120 m langen Druckrohrleitung und dem Krafthaus.

Technische Kraftwerksdaten:

 Ausbauwassermenge:

660 l/sec

 Bauart Turbine:

Pelton

 Generatorspannung:

400 V

 Generatorleistung:

540 kVA

 Jahresarbeitsvermögen:

2,2 GWh

 

Kraftwerk Obermarkt: 

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Südlich des Muttekops, des Hausberges der Imster, entspricht der Malchbach. Er liefert das Wasser für das Kleinwasserkraft Obermarkt und versorgt damit bis zu 400 Haushalte mit Strom.

Im Bereich der "Obermarkter Alm" fasst das Tiroler Wehr das Wasser des Imster Malchbaches. Die 1.250 m lange Druckrohrleitung mit einem Durchmesser von 50 cm verläuft über Alm- und Weideboden, im Forstweg und Wald. Die Leitung ist mehr 1,2 m tief im Boden verlegt und durch insgesamt drei Schwergewichtsbauten verankert. Im Krafthaus erfolgt bei einer maximalen Leistung von 500 kW die Abarbeitung des Wassers mit einer Zwei-Düsen-Pelton-Turbine. Der Generator mit einer Leistung von 720 Kilovoltampere speist die erzeugte Energie schließlich in das öffentliche Stromnetz der Stadtwerke Imst.

Das Kraftwerk wurde entsprechend dem Leitgedanken "Im Einklang mit der Natur" errichtet und beweist, dass sich ökoligische Ansprüche und ökonomischer Nutzen nicht ausschließen.

Technische Eckdaten: 

Das Kleinwasserkraftwerk Obermarkt liefert für bis zu 400 Haushalte Strom aus erneuerbarer Energie, somit können jährlich bis zu 1.200.000 kg an CO2-Emissionen vermieden werden.

 Seehöhe Fassung:

 1.565 m

 Seehöhe Krafthaus:

 1.350 m

 Fallhöhe brutto:

 215 m



 Druckrohrleitung:

Stahlrohr mit Zementhülle

 Länge:

1.250 m

 Durchmesser:

0,5 m

 

Abwassermenge: (maximale Entnahmenge)

270 l/s

 Engpassleistung:

500 kW

 Jahresarbeitsvermögen:

1.700.000 kWh

 

Vermeidung von CO2

    ca.1.200.000 kg/Jahr



Kraftwerk Stapf: 
   

Das Kraftwerk Stapf ist seit dem Jahre 2000 im Besitz einr Betreibergesellschaft (Stapf Kraftwerks GmbH) Die Stadtwerke Imst sind mit 1/3 beteiligt.Das Kraftwerk wurde im Jahre 1956 erbaut und 2003 generalsaniert bzw. vollautomatisiert.Die Kraftwerksanlage besteht aus dem Einlaufbauwerk mit Tirolerwehr am Malchbach auf einer Seehöhe von 1.340 m, einer 2.730 m langen Druckrohrleitung und dem Krafthaus in Stadtgebiet von Imst.

Technische Kraftwerksdaten:

 Ausbauwassermenge:

195 l/sec

 Bauart Turbine:

Pelton

 Generatorspannung:

400 V

 Generatorleistung:

800 kVA

 Jahresarbeitsvermögen:

4,7 GWh